Raspbian Buster (10.7.2019)
Raspbian Chronik - von Wheezy zu Buster

Raspbian Buster (10.7.2019)

Raspbian Buster vom 10.7.2017 ist die zweite Buster Version (siehe release notes) und bereits auf den neuen Raspberry Pi 4 abgestimmt. Da es sich um eine 32 Bit Version handelt, werden auch alle vorangegangenen Raspberry Pi Modelle unterstützt. Wie zuvor gibt es die Varianten „Lite“, „with Desktop“ sowie „Desktop+recommended Software“ – mit steigendem Speicherplatzbedarf auf der microSD-Karte. Die Vollversion hat 1945 MB im Download.

Eine zuvor schon mit Daten/Partitionen versehene microSD-Karte sollte unbedingt formatiert werden. Auf einem Linux-PC kann das Beschreiben der microSD-Karte z.B. mit dem Skript sd-restore.sh erfolgen. Dieser Weg wird genauer in meinem Buch beschrieben und hat den Vorteil, daß Sie von Anfang an einen passenden Hostnamen und ggf. auch eine Konfiguration für USB-OTG haben. Die fertige microSD-Karte bekommt bei Buster eine Bootpartition von 256 MB (FAT Partition).

Nachdem die vorbereitete microSD-Karte im Raspberry Pi steckt, sorgen Sie für die Energiezufuhr und lösen so die Erstkonfiguration aus, bei der zwei Partitionen auf der microSD-Karte entstehen. Danach sehen Sie „Welcome to Raspberry Pi“, was einem automatischen Aufruf von piwiz entspricht.

piwiz mit IP-Adresse
Das Programm piwiz mit IP-Adresse

Soweit eine Verbindung zum Router besteht, blendet piwiz die IP-Adresse ein. Die Sprachumschaltung ist einfacher geworden, als in meinem Buch beschrieben. Es genügt in „Welcome to Raspberry Pi“ (bzw. piwiz) die passenden Einstellungen vorzunehmen:

Sprachauswahl Deutsch bei Raspbian Buster
Sprachauswahl Deutsch bei Raspbian Buster

Dann folgen die Passwortvergabe und weitere Einstellungen. Simon Long beschreibt die Anpassungen für den Raspberry Pi4 und die Software im Blogbeitrag Buster the new version of Raspbian.

lxappearance über Alt F2 starten
lxappearance über Alt F2 starten

Die Änderungen von Stretch auf Buster sind insgesamt moderat ausgefallen. Als Theme ist nun PiXflat voreingestellt. Sie können das überprüfen, indem Sie mit <Alt><F2> den Run-Dialog starten und darin „lxa“ eintippen. Der Programmname wird dann automatisch zu „lxapperance“ ergänzt. Im Hauptmenü erscheint nur ein Teil der installierten Programme. Über den Main Menu Editor können sie Programme, die in /usr/share/applications vorkommen auch im Hauptmenü auftauchen lassen.

Die Datei temple.jpg als Hintergrundbild
Die Datei temple.jpg als Hintergrundbild

Zur besseren Unterscheidung von Stretch wurde das Hintergrundbild auf temple.jpg geändert. Das Eject Icon erscheint in der Bedienleiste nur noch, wenn überhaupt ein entnehmbarer Datenträger angeschlossen ist.

gimp über pi-packages installieren
gimp über pi-packages installieren

Die Installation von Programmen kann nicht nur über Konsolenkommandos, sondern auch über pi-packages erfolgen. Dieser Paketmanager mit graphischer Oberfläche ist in der Vollversion von Buster bereits vorhanden. Wie bei Synaptic geben Sie den Paketnamen ein, markieren die gewünschen Pakete und starten mit OK die Installation. Die Paketinstallation wird auch kurz im Bereich Basiswissen behandelt.

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